St. Raphael wan­dert: Juni­wan­de­rung

königszinne

Die Juni-Wan­de­rung star­tete in Boden­wer­der an der Weser. 25 Wan­der­freunde hat­ten sich bei schöns­tem Wan­der­wet­ter ein­ge­fun­den, um auf den Vog­ler zu wan­dern. Die Wan­de­rung begann mit einer Andacht in der katho­li­schen Kir­che Maria Köni­gin in Boden­wer­der.

Danach begann der Auf­stieg zur Königs­zinne (siehe rechts) im Vog­ler. Alle genos­sen von hier oben die schöne Aus­sicht auf das Weser­tal. Die Zinne wurde zu Ehren Georg V., des letz­ten han­no­ver­schen Königs, im Jahre 1863 errich­tet. Da der Wan­der­weg wei­ter anstieg, bestand für die Gruppe die Mög­lich­keit, nach Boden­wer­der zurück­zu­keh­ren oder auf dem Kamm­weg des Vog­lers wei­ter zu wan­dern.

14 Wan­der­freunde bega­ben sich auf den Weg zum 4 km ent­fern­ten Bodo­turm. Er ist benannt nach dem Rit­ter Bodo von der Hom­burg, der z. B. die Auf­gabe hatte, die Stadt Boden­wer­der und das Klos­ter Ame­lungs­born zu schüt­zen. Hier wurde geras­tet auf einer Höhe von 412 m. Der Aus­sichts­turm war lei­der gesperrt, aber zuvor erga­ben sich schöne Aus­bli­cke ins Weser- und Len­ne­tal sowie auf den Ebers­na­cken, der höchs­ten Erhe­bung im Vog­ler. Nach der ver­dien­ten Mit­tags­pause ging es auf einem ande­ren Weg zurück nach Boden­wer­der, wo wir beim Über­que­ren der Weser­brü­cke bereits durch Win­ken vom Rest der Wan­der­gruppe begrüßt wur­den. Nach einem gemein­sa­men Kaf­fee­trin­ken waren sich alle einig, einen gelun­ge­nen, erleb­nis­rei­chen Wan­der­tag im schö­nen Weser­berg­land erlebt zu haben.

Abschied von Pater Jojo

Wer war er für uns – wer waren wir für ihn?

Wie pas­send das Tages­evan­ge­lium, in dem Jesus fragt: „Für wen hal­ten mich die Leute?“ und „für wen hal­tet ihr mich?“.

Über fünf Jahre hat­ten wir die Freude, Pater Jojo bei uns haben zu dür­fen. Einen Pries­ter und Men­schen, wie man ihn nicht alle Tage fin­det. Durch­läs­sig für den, in des­sen Dienst er sich gestellt hat – Jesus Chris­tus, so Propst Mar­tin Tenge.

Mit gro­ßen Beden­ken kam er aus Indien, wo in man­chen Medien publi­ziert wird, daß in Deutsch­land Aus­län­der­feind­lich­keit an der Tages­ord­nung sei.

In sei­ner wun­der­ba­ren, den Men­schen zuge­wand­ten Art, hat er damals schnell die Her­zen der Gemein­de­mit­glie­der erobert. Er erkannte in uns keine Frem­den, nur einen, wenn er mor­gens in den Spie­gel blickte. Die Lacher waren auf sei­ner Seite.

Die Zeit in Garb­sen war für ihn keine gute Zeit, sagte er „augen­zwin­kernd“. Nein, es wäre die beste sei­nes Lebens gewe­sen.

Die hei­lige Messe schloß mit einem Segen der beson­de­ren Art. Zuerst wurde die Gemeinde gebe­ten, die Hände zum Segen zu erhe­ben und ein Segens­wort für Pater Jojo zu spre­chen, stell­ver­tre­tend durch unse­ren Pfar­rer. Es war ein beson­de­rer Augen­blick.

Nach der hei­li­gen Messe war Gele­gen­heit zur Begeg­nung und zum per­sön­li­chen Gespräch. Das Pfarr­heim war voll wie sel­ten.

Wer war Pater Jojo für uns? Diese Frage kön­nen auch wir uns stel­len.
Sie kön­nen gerne auch Ihre Sicht in einem Kom­men­tar hin­ter­las­sen.

नमस्ते  Namaste lie­ber Pater Jojo,

alles Gute und Got­tes Segen

Auch wenn es uns schwer fällt, Pater Jojo gehen zu las­sen. Wir freuen uns für seine neue Gemeinde in Hameln.
Die Ein­füh­rung ist am 7. August um 10:45 in St. Eli­sa­beth 31785 Hameln,  Arndt­weg 17.

Fotos: Gabi Glatte

Got­tes­dienste im Wil­helm-Maxen-Haus

Brief zur ver­än­der­ten Got­tes­dienst­si­tua­tion im Wil­helm-Maxen-Haus ab Juli 2016

Liebe Damen und Her­ren, liebe Schwes­tern und Brü­der,

als Pfar­rer der katho­li­schen Pfarr­ge­meinde St. Raphael sende ich Ihnen herz­li­che Grüße.

Seit vie­len Jah­ren erle­ben das Wil­helm-Maxen-Haus mit sei­nen Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern sowie viele Gäste die große Freude, dass unser sehr geschätz­ter Pas­tor Her­mann Heit­mül­ler regel­mä­ßig die Hei­lige Messe in der Kapelle des Wil­helm-Maxen-Hau­ses fei­ert. Nun­mehr hat sich seine gesund­heit­li­che Lage so ent­wi­ckelt, dass er für län­gere Zeit nicht zur Ver­fü­gung steht und auch grund­sätz­lich in Frage steht, ob er nach einer ihm sehr zu wün­schen­den Gene­sung wie­der in der Lage sein wird, regel­mä­ßig die Messe zu fei­ern.

Zusam­men mit den pas­to­ral Ver­ant­wort­li­chen der katho­li­schen Pfarr­ge­meinde und in Abspra­che mit der evan­ge­li­schen Gemeinde Wil­le­hadi und der Lei­tung des Wil­helm-Maxen-Hau­ses haben wir nun fol­gende neue Got­tes­dienst­ord­nung fest­ge­legt.

Bis Ende Juni wer­den die katho­li­schen Got­tes­dienste wie bis­her (don­ners­tags und sonn­tags) statt­fin­den. Der letzte Sonn­tags­got­tes­dienst wird als Hei­lige Messe am Sonn­tag, den 26.06.2016, um 10:00 Uhr gefei­ert. 

Im Juli fin­den wegen der Som­mer­fe­rien keine katho­li­schen Got­tes­dienste statt.

Ab August wird dann an jedem Frei­tag um 10:00 Uhr ein Got­tes­dienst in der Kapelle gefei­ert, und zwar an jedem 1., 3. und ggf. 5. Frei­tag als katho­li­scher Got­tes­dienst – mal als Mess­feier, mal als Wort-Got­tes-Feier – und an jedem 2. und 4. Frei­tag im Monat als evan­ge­li­scher Got­tes­dienst. Diese Rege­lung gilt zunächst bis zum Ende die­ses Jah­res.

Wir wis­sen, dass ins­be­son­dere am Sonn­tag die Hei­lige Messe im Wil­helm-Maxen-Haus sehr beliebt ist, auch und gerade für Men­schen, die sel­ber nicht im Wil­helm-Maxen-Haus leben. Umso mehr kann man erah­nen, dass der Weg­fall die­ser Messe bei vie­len sehr bedau­ert wer­den wird. Alter­na­tiv laden wir ein, sonn­tags um 09:00 in Cor­pus Christi, um 10:00 Uhr in St. Maria Regina in Beren­bos­tel oder um 10:30 Uhr in St. Raphael den Sonn­tags­got­tes­dienst mit­zu­fei­ern.

An die­ser Stelle danke ich in unser aller Namen unse­rem Pas­tor Heit­mül­ler von Her­zen für sei­nen beein­dru­cken­den pries­ter­li­chen Dienst und wün­sche ihm eine gute Gene­sung und das Wis­sen, wei­ter­hin von vie­len Men­schen getra­gen zu wer­den. Ich danke allen, die Pas­tor Heit­mül­ler über die vie­len Jahre bei den Got­tes­diens­ten unter­stützt haben, und denke dabei stell­ver­tre­tend beson­ders an Herrn und Frau Müll­mann. Danke!

Sol­che Ver­än­de­run­gen, wie wir sie jetzt erle­ben, for­dern zwei­fel­los sehr her­aus. Ich bitte Sie, die­sen neuen Weg mit­zu­tra­gen und auf Ihre Weise mit dafür zu sor­gen, dass wir eine betende Gemeinde blei­ben und in unse­ren Gebe­ten das Wohl der alten und pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen beson­ders wach hal­ten.

Mit den bes­ten Wün­schen und der Zuver­sicht dass Gott sel­ber uns mit sei­nem Segen auch auf unse­ren neuen Wegen beglei­tet, grüße ich Sie herz­lich,
Ihr Pfar­rer Propst Mar­tin Tenge – Pfarr­ver­wal­ter von St. Raphael

Fron­leich­nam 2016 – Ver­traut den neuen Wegen

Der Wet­ter­be­richt drohte mit Hagel, Sturm und Blitz. Es reg­nete schon früh am Mor­gen. Alles war vor­be­rei­tet für den Got­tes­dienst auf dem Herou­ville-St-Clair-Platz und für die Pro­zes­sion durch den Stadt­teil Auf der Horst. Viele Gläu­bige waren mit Regen­be­klei­dung gekom­men – gut gerüs­tet für einen Weg durchs Nasse. Kurz­fris­tig wurde aber dann doch ent­schie­den: Fron­leich­nams­got­tes­dienst und Pro­zes­sion dies­mal in der Kir­che St. Raphael.

In ähn­lich unge­wis­ser und plötz­lich ver­än­der­ter Situa­tion waren die Jün­ger Jesu. Im Evan­ge­lium des Got­tes­diens­tes lesen wir bei Lukas im 10. Kapi­tel:

Der Herr setzte zwei­und­sieb­zig Jün­ger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her
in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, und sprach zu ihnen:
Geht hin; siehe, ich sende euch wie Läm­mer mit­ten unter die Wölfe.

So schickt Jesus die Jün­ger los ohne große Vor­be­rei­tung und Plan. Und sie las­sen sich dar­auf ein, von den Men­schen, die sie tref­fen, will­kom­men gehei­ßen oder abge­lehnt zu wer­den.

An die­sen Text des Evan­ge­li­ums knüpfte Propst Tenge seine Pre­digt. Sich auf Neues ein­zu­las­sen sei ein Wag­nis. Neue Wege führ­ten ins Unge­wisse, das Ver­har­ren in der Tra­di­tion scheine ver­läss­li­cher. Doch neue Wege in unse­rer Kir­che seien not­wen­dig. Auf der Basis der Sicher­heit von geleb­ter Tra­di­tion und im Ver­trauen auf Gott gelän­gen neue Wege.
Propst Tenge machte in sei­ner Pre­digt der Gemeinde Mut und Lust, nach dem gelun­ge­nen Neu­an­fang im letz­ten Jahr jetzt mit dem zukünf­ti­gen Pfar­rer von St. Raphael neue Wege zu gehen.



Die­ses Fest konnte nur durch den Ein­satz von vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fe­rIn­nen und Kuchen­spen­de­rIn­nen aus allen drei Stand­or­ten gelin­gen. Herz­li­chen Dank für alle Hilfe.


Fotos © Kath-Kirche-Garbsen.de/Baumert/Pohl/Kropp/Diering

Die Evan­ge­lium hat ein froh­ma­chen­des Ende:

Die Zwei­und­sieb­zig aber kamen zurück voll Freude und spra­chen:
Herr, auch die bösen Geis­ter sind uns unter­tan in dei­nem Namen. 
Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Him­mel fal­len wie einen Blitz. 
Seht, ich habe euch Macht gege­ben, zu tre­ten auf Schlan­gen und Skor­pione, und Macht über alle Gewalt des Fein­des; und nichts wird euch scha­den. Doch dar­über freut euch nicht, dass euch die Geis­ter unter­tan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Him­mel geschrie­ben sind.

Gott in unse­rer Mitte – 
im Glau­ben an dich, wol­len wir es wagen, neue Wege zu gehen und bit­ten dich:

Wir beten für neue Wege in der Kir­che.
Um Liebe und Ver­trauen, um Wage­mut und die Bereit­schaft neue Situa­tio­nen anzu­neh­men.

 


Wir beten für neue Wege der Mensch­heits­fa­mi­lie.

Um Gerech­tig­keit und Frie­den über­all auf der Welt, um Barm­her­zig­keit im Umgang mit Geflüch­te­ten und Ent­rech­te­ten.

Wir beten für neue Wege im Umgang mit dei­ner Schöp­fung.
Papst Fran­zis­kus schreibt dazu: Nie­mals haben wir unser gemein­sa­mes Haus so schlecht behan­delt und ver­letzt wie in den letz­ten bei­den Jahr­hun­der­ten. Unsere Schwes­ter Erde stöhnt. Ihre Klage ver­langt von uns Men­schen einen Kurs­wech­sel…. Doch deine Geschöpfe, die du beauf­tragt hast, sie zu hüten, machen wei­ter wie gewohnt.

Wir beten für neue Wege im Umgang mit­ein­an­der.
Um Respekt, Rück­sicht und Barm­her­zig­keit auch gegen­über Men­schen aus ande­ren Kul­tu­ren und Gläu­bi­gen ande­rer Reli­gio­nen.

Wir beten für neue Wege in unse­rer Kir­chen­ge­meinde.
Dass sie sich immer wie­der dei­nem Wort öff­net, sich den Her­aus­for­de­run­gen der Zeit stel­len kann und so ein leben­di­ger Ort des Glau­bens und des Lebens ist und bleibt.

Wir beten für neue Wege zu dir.
Sin­kende Flug­preise, das Inter­net und neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken ermög­li­chen es uns welt­weit neue Wege zu gehen und uns über natio­nale und kon­ti­nen­tale Gren­zen hin­weg zu ver­stän­di­gen. Hilf allen Men­schen, auch den Kon­takt und die Ver­bin­dung zu dir zu suchen und leben­dig zu gestal­ten.  

Geh mit uns auf unserm Weg! 

Du Gott, schaust nicht, ob wir alles rich­tig machen, son­dern ob wir es aus Liebe und im Ver­trauen auf dich tun. Wir loben dich und dan­ken dir – durch unse­rem Bru­der und Herrn Jesus Chris­tus, der immer gegen­wär­tig ist – heute, mor­gen und in Ewig­keit. Amen